Samstag, 07.12.2019 20:39 Uhr

Eintracht Frankfurt schlägt Bayern München 5:1

Verantwortlicher Autor: SE Frankfurt, 02.11.2019, 17:22 Uhr
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Frankfurt [ENA] Am Samstagnachmittag erkämpfte sich Eintracht Frankfurt einen verdienten 5:1-Heimsieg gegen den FC Bayern München. In der ausverkauften Commerzbank-Arena sahen 51.500 eine rassige Bundesligapartie mit vom Einsatz her, aber auch spielerisch überzeugenden Frankfurtern. Aufgrund dieses schwachen Auftritts wird es für die Bayern in den kommenden Tagen alles andere als ruhiger.

In der achten Spielminute der erste Aufreger – und das nach einer Doppelchance. Zunächst spielten die Bayern einen aussichtsreichen Angriff nach Ballgewinn über Serge Gnabry und Phillippe Coutinho am gegnerischen Sechszehner nicht konsequent genug zu Ende. Dass allerdings auch die Eintracht das schnelle Umschaltspiel beherrscht, bewiesen die Adler im direkten Gegenzug.

Den aus der Frankfurter Defensive eingeleiteten Konter legte Bas Dost in den Lauf seines Sturmpartners Goncalo Paciencia. Nach schlechtem Stellungsspiel konnte Bayerns Jerome Boateng den enteilten Paciencia auf Höhe der Strafraumgrenze nur per Foul stoppen. Schiedsrichter Markus Schmidts erster Impuls war Strafstoß, jedoch wurde er von seinem Video-Assistenten Sascha Stegemann an den Monitor gebeten.

Mit Sichtung der Wiederholung korrigierte Stegemann seine Entscheidung auf Foul kurz vor dem Strafraum und damit Freistoß. Gleichzeitig verwies der Unparteiische den Bayern-Verteidiger Boateng aufgrund Verhinderung einer klaren Torchance des Feldes. Der folgende Paciencia-Freistoß blieb zunächst in der Bayern-Mauer hängen, per Nachschuss scheiterte der Eintracht-Stürmer am Gäste-Keeper Manuel Neuer.

Das Team von Frankfurt-Trainer Adi Hütter blieb jedoch aktiv und belohnte sich in der 25. Minute mit der Führung. Sebastian Rode und Dost verlagerten den Ball im Mittelfeld auf den rechts freistehenden Danny da Costa, der im Sechszehner auf Djibril Sow ablegte. Dessen Abschluss fälschte David Alaba parallel zum Tor nach halblinks ab, von wo Filip Kostic gegen die Laufrichtung von Neuer über den Innenpfosten vollendete.

Zehn Minuten später erhöhten die weiterhin hoch attackierenden Hausherren auf 2:0. Erneut lief das Aufbauspiel im Mittelfeld über Rode. Im Zusammenspiel mit Paciencia legte der Portugiese auf den Torschützen Kostic ab, dessen Linksschuss dieses mal von Joshua Kimmich abgefälscht wurde. Doch der Ball landete erneut bei einem Frankfurter, in Persona bei Sow. Freistehend hatte Sow wenig Mühe, das Leder volley aus knapp sieben Metern in das kurze Eck einzuschieben.

Die in Unterzahl spielenden München kamen jedoch wenig später zurück ins Spiel. In der 37. Spielminute netzte Bayerns Torschütze vom Dienst Robert Lewandowski zum 1:2-Anschlusstreffer ein. Alphonso Davies behauptete auf links den Ball und passte in die Mitte auf Lewandowski. Der Pole gewann vor dem Sechszehner sofort die Ballkontrolle, setzte sich sehenswert per Körpertäuschung und Drehung gegen Frankfurts Abraham und Hinteregger durch, drang in den Strafraum ein und überwand schließlich Frankfurts Schlussmann Frederik Rönnow. Starke Szene von Robert Lewandowski.

Auch nach dem Seitenwechsel ging es direkt rasant weiter. Keine fünf Minuten waren gespielt, da klingelte es bereits zum vierten Mal an diesem Nachmittag in der Commerzbank-Arena. Im Aufbauspiel verlor Bayerns Gnabry den Ball, sodass Frankfurts Dost rechts raus auf da Costa legte. Von dort aus flankte da Costa mustergültig hinter die Abwehrreihe halbhoch vor das Tor. Am zweiten Pfosten lauerte der aufgerückte Eintracht-Verteidiger David Abraham ohne direkten Gegenspieler und grätschte das Leder aus knapp drei Metern zur 3:1 SGE-Führung über die Linie.

Und es lief für die Eintracht an diesem Samstag. Eine Stunde war gespielt, da erhöhte Frankfurt-Verteidiger Martin Hinteregger gar auf 4:1. Bei einer Kostic-Ecke von rechts stieg Hinteregger im Zentrum am höchsten und wuchtete den Ball per Kopf unhaltbar für Neuer in das Bayern-Gehäuse. Dem Spielverlauf sowie der Körpersprache nach, die Entscheidung in dieser Begegnung.

Fünf Minuten vor dem Schluss der i-Tüpfelchen für die Eintracht. Der links in den Strafraum eingedrungene eingewechselte Andre Silva setzte sich gegen Alaba durch und legte von der Grundlinie aus quer auf den ersten Pfosten. Von dort aus vollende Paciencia per Außenriss zum verdienten 5:1 Endstand. Den Gästen aus München und ihrem Trainer Niko Kovac stehen aufgrund dieses schwachen Auftritts ungemütliche Tage ins Haus…

Für beide Teams geht es unter der Woche im internationalen Geschäft weiter. Der FC Bayern München empfängt in der Champions League am Mittwochabend um 18:55 Uhr Olympiakos Piräus in der heimischen Allianz Arena. Eintracht Frankfurt wird am Donnerstagabend, ebenfalls ab 18:55 Uhr, bei Standard Lüttich versuchen, seinen zweiten Platz in der Europa League-Gruppenphase zu festigen. In der Bundesliga steigt am Wochenende das Spitzenspiel in München, wenn die Bayern Borussia Dortmund zu Gast haben. Die Adler reisen am Sonntag zum derzeitigen Überraschungsteam von Christian Streich nach Freiburg.

Eintracht Frankfurt: Rönnow – Ndicka, Hinteregger, Abraham – Fernandes – da Costa, Sow, Rode, Kostic – Dost, Paciencia / Bayern München: Neuer – Kimmich, Pavard, Boateng, Alaba – Thiago – Gnabry, Coutinho, Müller, Davies – Lewandowski / Tore: 25., Kostic; 34., Sow; 37., Lewandowski; 49., Abraham; 61., Hinteregger; 85., / Auswechslungen: 57., Coman für Coutinho; 64., Martinez für Müller; 64., Kamada für Dost; 69., Goretzka für Gnabry; 71., Gacinovic für Rode; 80., Silva für Fernandes / Gelbe Karten: 51., Ulreich (auf der Auswechselbank); 72., Kimmich; 87., Kamada / Rote Karten: 8. Boateng / Schiedsrichter: Schmidt, Waschitzki, Schüller, Winter, Stegemann (Video) / Zuschauer: 51.500

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