Mittwoch, 16.10.2019 04:09 Uhr

Zehn Jahre Nespresso Recycling in Österreich

Verantwortlicher Autor: Schura Euller Cook Wien, 16.06.2019, 14:55 Uhr
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Wien [ENA] Mallorca hat in den letzten Tagen aufhorchen lassen. Es will viele Einwegverpackungen verbieten, darunter Plastik und Kaffeekapseln. Das macht betroffen und nachdenklich, denn Klimaschutz ist plötzlich in aller Munde. Warum erst jetzt könnte man fragen, denn das schädliche Ausmaß der Wegwerfgesellschaft ist schon seit Jahrzehnten offensichtlich. Ist die Verbotsgesellschaft die richtige Antwort?

Gibt es noch einen anderen Weg um unsere "geliebte" Wegwerfkultur, die uns unendlichen Reichtum vorgaukelt, zu retten? Nespresso Österreich wenigstens setzt auf Recycling und hat damit auch schon beachtliche Erfolge erzielt. Im Juni 2019 lud die Firma zum Pressegespräch "Zehn Jahre Nespresso Recycling in Österreich" ein. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit österreichweit über 1.800 Sammelstellen eingerichtet. Zusätzlich können Kapseln über öffentliche Sammelbehälter dem Recycling Kreislauf zugeführt werden. Für den Erfolg der Umsetzung des Recycling Programm hat Nespresso mit ARAplus, der Universität Innsbruck und dem Entsorgungsfachbetrieb Höpperger starke Partner an Bord geholt.

Bei der Wiederverwertung der Kapseln werden angeblich nur fünf Prozent jenes Energieaufwands gebraucht, der bei der Gewinnung von neuem Aluminium erforderlich wäre. Voraussetzung für den Erfolg von Recycling ist natürlich die Mülltrennung. Es stellte sich heraus, dass 89% der Österreicher sie als wichtig ansehen. Interessanterweise nehmen Nespresso Kunden und Kundinnen Mülltrennung noch genauer als der Durchschnitt. Vielleicht zeigt dieser Report, dass die moderne Technikwelt uns noch mehr verändern wird. Als "Natur Mensch" konnten wir sorglos die Bananenschale wegwerfen, aber als "Kultur Mensch" müssen wir bewusst und sorgfältig werden. Das ist anstrengend und vielleicht der Preis für die "schöne, neue Welt".

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