Donnerstag, 20.02.2020 10:25 Uhr

Coronavirus Infizierung per Geldschein möglich 18.02.2020

Verantwortlicher Autor: Uwe Hildebrandt Göttingen, 18.02.2020, 00:58 Uhr
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Rasante Ausbreitung des Conoravirus    Auch Europa betroffen
Rasante Ausbreitung des Conoravirus Auch Europa betroffen  Bild: Christian Daum / www.pixelio.de

Göttingen [ENA] Es sind jetzt einige Wochen seit dem Ausbruch des Lungenkrankheits - Virus Corona vergangen, nicht nur die Lage in China hat sich immer weiter verschlechtert, keine der eingeleiteten Gegenmaßnahmen scheint zu greifen, die Infektionen nehmen immer rasanter zu. Und die Erkenntnisse auch.

Schon wieder ein Update: Die deutsche Regierung überlegt nun und ist sich eigentlich schon sicher, die deutschen Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess von Bord zu holen und nach Deutschland zurück zu bringen; mit üblichen Sicherheitsvorkehrungen. Rund 15 % der Passagiere an Bord sind derzeit nachweislich am Coronavirus erkrankt, einige davon mit schwerem Verlauf. Und leider sind weitere Fälle von Erkrankungen und Todesfälle zu beklagen: Stand 18.2.2020 00.53 unserer Zeit waren 73.348 Fälle gemeldet bei 1.868 Todesfällen. Derzeit ist in keinem weiterem Land die Krankheit ausgebrochen bzw. angezeigt worden. Quelle der zahlen: SCMP (South China Morning Post).

Es ist mal wieder Zeit ein Update zum Coronavirus zu bringen, denn es ist viel passiert in der letzten Zeit. Die Ausbreitung hat inzwischen 30 Länder erreicht, insgesamt sind Stand 17.02.2020 01:18 lt. China NHC State Media 71.223 Menschen am Virus erkrankt, 1770 Todesfälle zu beklagen. In Deutschland sind nunmehr 16 Personen am Coronavirus erkrankt. Interessant und Aufmerksamkeit erregt haben ein Bericht im Internet, das China offensichtlich mehr weiß über mögliche Ansteckungsmöglichkeiten als bisher preisgegeben: Gebrauchte Banknoten werden desinfiziert, eingelagert und erst nach 14 Tagen wieder für Geldgeschäfte freigegeben. Dies soll eine neue Maßnahme gegen die Ausbreitung sein.

Äh, Moment mal: Bisher hieß es doch, Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Was hat die Ansteckung denn nun mit dem Anfassen von Geldscheinen zu tun ? Angeblich wurden bisher Geldscheine im Wert von 4 Milliarden Yuan neu gedruckt und ausgegeben. Die alten Scheine werden 14 Tage lang in Quarantäne aufbewahrt bevor Sie wieder ausgegeben werden. Damit soll eine Ansteckung durch kontaminierte Scheine verhindert werden. Wenn das aber so ist, und darüber hat man in Deutschland bisher gar nicht geredet, dann kann sich jeder bis zu 14 Tage lang anstecken, wenn er einen Geldschein einer infizierten Person angefasst hat. Und wie weit die Reise eines Geldscheines in 14 Tages geht, schönen Dank auch an die Regierung für umfassende Aufklärung.

UPDATE 28.01.2020: Trotz aller Quarantänemaßnahmen in China ist die Zahl der Erkrankten auf nunmehr über 4500 Personen angestiegen. Dazu kommen derzeit 106 Tote. Und ein erste Fall in Deutschland / Starnberg. Interessant an diesem Fall ist, das sich diese Person nicht in China angesteckt hat. Interessant auch die schnell einberufene Pressekonferenz, wo auch kritische Fragen gestellt wurden. Unter anderem welche Maßnahmen denn getroffen werden, damit sich die Krankheit über Kontakte dieser Person nicht weiter ausbreiten. Antwort von Dr. Zapf, Präsident des BayerischenLandesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Man werde alle Kontakte, die die Person hatte, anhand einer Namensliste abarbeiten.

Desweiteren werde man diesen Personen empfehlen, die nächsten 14 Tage die Wohnung nicht zu verlassen. Auf Nachfrage eines Journalisten, wie das denn geprüft werde ergänzt er: Wir haben in der Praxis die Erfahrung gemacht, das die Personen sich an diese Empfehlung halten. Ausserdem würden vom Gesundheitsamt regelmäßig Kontrollanrufe gemacht, ob die Personen auch zu Hause seien. Mein Kommentar dazu: Sehr glaubwürdig. Die Personen sitzen auf dem Sofa, schauen TV oder spielen Konsolenspiele und warten darauf, das die 14 Tage rumgehen. Essen und Trinken muß man in der Zeit ja nicht. Und das Statement der Bundesregierung. Herr Maas überlege, Personen aus den Krisengebieten zurückzuholen.

Aber im Moment überlegt er noch. Das entspricht eben seiner üblichen Arbeitsgeschwindigkeit und der Aussage, die ich schon früher getroffen habe. Sein Lieblingssatz: Wir müssen schauen, das ... oder wir müssen prüfen ob ... Solange ein Problem nicht groß genug ist, muß man sich damit nicht ernsthaft beschäftigen. Im übrigen habe ich beim Göttinger Gesundheitsamt und Landesgesundheitsamt Hannover angerufen um die angebliche Maßnahme (Anruf von möglichen Erregerträger) zu überprüfen. Das Ergebnis: Der Pressesprecher der Stadt Göttingen war, gelinde gesagt, etwas überrascht von der Aussage, wollte mich aber zurückrufen.

Der Rückruf ergab, das eine solche Vorgehensweise eher nicht verfolgt wird. Es wird sogenannten Kontaktpersonen schon nahegelegt, Kontakte zu anderen Personen zu meiden, zu Hause zu bleiben und bei auftretenden Symptomen sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben, eine Überprüfung gibt es jedoch nicht und alles bleibt sozusagen unter Selbstkontrolle der Betroffenen. Auch beim Landesgesundheitsamt habe ich nachgefragt, die Pressesprecherin wollte aber ihre aktuellen Infos erst verifizieren bevor diese freigegeben werden könnten. Noch ist keine Freigabe erfolgt. Im übrigen hat sich ein gemeldeter Corona - Fall an der UMG Göttingen Stand soeben als nicht korrekt erwiesen.

Update 26.01.2020 18.38 Uhr: Trotz diverser Gegenmaßnahmen ist die Zahl der Erkrankungen und Todesfälle deutlich angestiegen. Stand dieses Updates waren 56 Tote zu beklagen und 1975 Erkrankungen gemeldete. Dazu kommen noch 30 Personen ausserhalb Chinas dazu, insbesondere 3 in Frankreich. Sage und schreibe 1680 Ärzte und Pfleger wurden in die Ausbruchsstadt Wuhan entsandt, dazu 14.000 Schutzanzüge bereitgestellt. Diese Masse an Menschen und Material zeigt, das China keinesfalls davon ausgeht, alles im Griff zu haben und den Höhepunkt der Ausbreitung erreicht zu haben. Und warum nicht ? Dramatische neue Nachrichten kommen aus dem Land.

Personen, die infiziert sind, zeigen demnach nach ca. 10 Tage äusserlich erkennbare Symptome, können aber ab der Infizierung die Krankheit bereits weitergeben. Das bedeutet in der Praxis, Fiebermessungen an Flughäfen sind bei infizierten tagelang wertlos, und auch die Regel, man sollte sozusagen Kranke meiden, greift hier nicht. Andere Länder scheinen den Ausbruch auch ernster als Deutschland zu nehmen. Während z. B. die USA und Frankreich Personen aus den gefährdeten Gebieten zurückholt, hat es Deutschland nicht so eilig. Erst mal abwarten, heisst es. Ebenso auf deutschen Flughäfen. Man hätte ja genügend Erfahrungen mit solchen Ausbrüchen und bekannte Notfallpläne würden greifen. Ach, ja, die haben andere Länder offensichtlich nicht.

Alle Fakten auf den Tisch, ehrlich bleiben und die Bürger offen informieren. Das gilt scheinbar nicht in Deutschland, eher die Methode " Ruhig stellen, Panik vermeiden ". Das Charite Berlin hat zu dieser Situation Stellung bezogen und ebenso die " Ruhemethode " angesagt, auf Nachfrage wegen eines möglichen Impfstoffs und deren Entwicklungsdauer bisher keine Rückinfo. einzig in China scheint man das Ganze wirklich ernst zu nehmen: Inzwischen ist die nächste Stufe der Ausbreitungsbekämpfung angelaufen; Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Zug- und Flugverbindungen wurden eingestellt, Ausfallstraßen gesperrt. Selbst der gewöhnliche Autoverkehr wurde in den großen Stadtbezirken Wuhans gestoppt. Wir bleiben dran. UDATEENDE.

Neben Fällen in Südchina sind inzwischen auch in Thailand, Südkorea und Japan Erkrankungen aufgetreten. Der Erstausbruch soll seinen Ursprung in der Stadt Wuhan haben und mit dem Fischmarkt zu tun haben. Interessant ist an dieser Verlautbarung, wie konkret offensichtlich der Ausbruchsort benannt werden kann. Und wieder ist es eine Krankheit, genau gesagt eine Lungenkrankheit, die erst einmal in China wenig Regung auslöst und weiter die Gelassenheit zeigt, auch wenn inzwischen die Anzahl der Infizierten lt. offiziellen Stellen auf ca. 200 gestiegen ist, lt. inoffiziellen Stellen bereits bei über 1700 Infizierten steht.

Aber an was erinnert uns das ? Richtig, wir hatten in Tschernobyl eine Katastrophe, in Fukushima eine ebensolche, bis zuletzt wurden die Gefahren und Zahlen heruntergespielt und mögliche Auswirkungen verharmlost, das gleiche ist 2003 bei dem Ausbruch des SARS – Virus passiert, bis dann mehrere Tausend Infektionen und mehrere Hundert Tote zu beklagen waren. Noch ein Beispiel gefällig: 2008 und das verseuchte Milchpulver, das lange in chinesischen Supermärkten zu kaufen war und die Frage aufkam, ob die Gesundheit der Bürger vielleicht doch nicht so wichtig ist.

Die Glaubwürdigkeit von offiziellen chinesischen Erklärungen im Zusammenhang mit gesundheitlichen Bedrohungen lassen immer wieder einige Fragen offen. So auch in diesem neuen Fall. Ebenso interessant ist die chinesische Erklärung, man wolle dem Ganzen nun Einhalt gebieten indem auf Flughäfen Personen mit Fieber sozusagen „ aussortiert „ würden und damit eine Verbreitung gestoppt werden könne. Auch in einigen USA Bundesstaaten werden Reisende aus bestimmten China – Gebieten besonders behandelt. Ach, ja, man hat allerdings vergessen, was mit Personen passiert, die zum Zeitpunkt des Fluges zwar den Virus bereits im Körper haben, aber noch kein Fieber zeigen.

Inzwischen ist ja bekannt, das der Virus offensichtlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann und es wäre mir neu, das es eine unsichtbare Barriere zwischen den Ländern dieser Welt gäbe. Folglich wird es bei den erdumspannenden Reisen nur eine Frage der Zeit sein, bis der Virus z. B. auch in Europa auftauchen wird. Das Robert Koch Institut hat für Deutschland nur geringstes Gefahrenpotential veröffentlicht, warten wir ab, denn zum Wochenende werden in China über 100 Millionen Besucher und Teilnehmer am chinesischen Neujahrsfest erwartet, und auch aus dem Ausland werden hier einige Gäste erwartet. Das Beste kommt mal wieder von der Bundesregierung, in diesem Falle vom Auswärtigen Amt:

In seinen Reisehinweisen für China erklärt es, das Risiko für deutsche Reisende in Wuhan sei "moderat". Reisende sollen den Kontakt mit kranken Menschen und Tieren vermeiden. Ach so, und woran erkennt man diese, wenn noch gar keine äusseren Symptome erkennbar sind ? Ebenso völlige Sorglosigkeit am Frankfurter Flughafen, wo derzeit noch keine besonderen Maßnahmen getroffen wurden. Wie war das noch zu Zeiten Tschernobyls, wo DEUTSCHE Politiker frech in die Mikrophone auf die Frage, ob für deutsche Bürger eine Gefahr ausgehe, einfach „ NEIN „ gesagt wurde. Heute sind wir alle schlauer.

Allen Ernstens schreibt heute die Mitteldeutsche Zeitung, nach Experten, die wohl nur diese Zeitung kennt, das das Corona-Virus weniger gefährlich als der Sars-Erreger sei, mit damals weltweit um die 8000 Infektionen, in gut 770 Fällen tödlich, und bei der Grippewelle Ende 2017 seien ja auch mehr als 25000 Menschen gestorben, also (Zitat): „Allzu große Erregung über den neuen Erreger aus China ist daher wohl nicht angebracht (Zitatende). Es gibt aber auch realitätsnahe Nachrichten, so die Stuttgarter Nachrichten heute: 300 Infizierte, sechs Todesopfer: Die Risiken des Coronavirus sind nicht zu unterschätzen. (Zitat): Ein Übergreifen nach Deutschland ist zwar nicht auszuschließen (wie auch?), aber nicht zwangsläufig (Zitatende).

Gerade eben meldet NT-V online, das der erste Fall dieser Krankheit nun auch in den USA aufgetaucht sei, genau gesagt in Seattle. Angeblich seien bei Antritt der Rückreise keinerlei Symptome bemerkt worden. Das noch zum Thema Prävention am Flughafen zur Fieberkontrolle. Deutschland sieht nach wie vor keine Gefahr und Zeichen für Maßnahmen.

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